So richtig wahrgenommen wurde sie hier noch nicht, die Stadtteilpartnerschaft zwischen Hamburg-St. Pauli und Duisburg-Ruhrort. Dabei besteht sie schon seit 2008, initiiert durch die jeweiligen Bürgervereine. Die beiden Stadtteile verbindet aber noch mehr. Sie sind Hafenquartiere. Sie sind bzw. waren über die Stadtgrenzen hinaus bekannte Amüsierviertel. Sie sind geprägt von bzw. wecken neuerdings Investorenphantasien … und in beiden Stadtteilen leben Menschen mit Begeisterung für Fotografie! Diese haben sich jetzt ein langes Wochenende über kennen gelernt und eine gemeinsame Ausstellung in Ruhrort realisiert. „Sichtweite“ heißt das neue Projekt. Und es ist mehr als eine Ausstellung.

Zur Erinnerung: Vor zwei Jahren hieß es „St. Pauli selber sehen“. Über vierzig Fotogeraf*innen aus St. Pauli hatten einen kenntnisreichen Blick auf ihr eigenes, imagebeladenes Viertel geworfen und als Schaufensterausstellung eine nachbarschaftliche Perspektive sichtbar gemacht. Ein Teil der Exponate wurde jetzt im Lokal Harmonie nochmals ausgestellt.
Bei „Sichtweite“ ging es aber auch um reale Begegnung und Austausch. Acht Fotobegeisterte aus St. Pauli waren eingeladen, einen spontanen Blick auf das bislang unbekannte Terrain Ruhrort zu werfen. Begleitet wurden sie dabei von ihren lokalen Artgenossen. Was sehen wir, was seht ihr? Work in progress. Dazu die Bilder aus St. Pauli. Auf Monitoren wurden beide Perspektiven sichtbar gemacht, Kontraste deutlich und manchmal auch unklar.
Video zu Vernissage