Am Freitag, 9.6.2017, zeigen wir den preisgekrönten Film Osama (2003)
Osama ist der erste Spielfilm, der nach dem Ende der Taliban-Herrschaft in Afghanistan gedreht wurde. Er gewann u.a. den Golden Globe für den besten ausländischen Film 2004. Mirwais Rekab, der seit März im BFD welcome Programm Teil des GWA Teams ist, hat bei der Produktion als Regieassistenz gearbeitet und kann nach dem Film Fragen zur Entstehung und zur heutigen Situation der Filmbranche in Afghanistan beantworten.
Der Autorenfilm aus dem Jahr 2003 von Sediqh Barmak spielt in Kabul unter der Taliban Herrschaft. Es geht um die Situation der Frauen, erzählt anhand der Geschichte eines zwölfjährigen Mädchens, die von ihrer Mutter als Junge verkleidet wird und den Namen Osama erhält. Sie soll so den Lebensunterhalt für sich, ihre Mutter und Großmutter sichern, denn Frauen ist das Verlassen des Hauses ohne männliche Begleitung strikt verboten. Als Osama kann das Mädchen ihre Mutter begleiten, wenn diese als Krankenschwester heimliche Hausbesuche bei Patienten macht.
„In dichten, mitunter fast schon etwas zu ausgeklügelten Bildern beschreibt der Regisseur die Auswirkung der Schreckensherrschaft auf die Frauen, wobei er in der Hauptdarstellerin und anderen Laiendarstellern Personen gefunden hat, die ihre eigenen Erfahrungen auf beeindruckende Weise in den Film einbringen. Trotz des tragischen Finales verkündet der Film die unbezwingbare Hoffnung auf Veränderung und Freiheit.“ (Lexikon des internationalen Films)
Um 19.30 (Einlass)
Ab 21.47 (Sonnenuntergang) lassen wir bei kleinen afghanischen Speisen den Filmabend ausklingen.
Vielen Dank an die Elbevent Catering GmbH!
Eintritt frei – Spenden willkommen